Holzrahmenbau - was genau ist das eigentlich?
Der Holzrahmenbau hat seinen Ursprung in der nordamerikanischen Timber-Frame-Construction (Holz-Rahmen-Konstruktion) und wird nach Anpassung an das deutsche Baurecht seit Anfang der 80er Jahre in dieser Art des Holzbaus in der Bundesrepublik praktiziert. Er ist eine abgewandelte Tafelbauweise, bei der die Holzrahmen – ein Holz- Gerippe im bestimmten Rastermaß – die Tragfunktion und ausgesuchte Holzwerkstoffplatten, die Aussteifung des Gebäudes übernehmen. Die Wandelemente/Wandtafeln werden dann in kurzer Montagezeit auf der Baustelle zusammengefügt.

Das verwendete Holz ist Kammer-getrocknet und wird nicht mit chemischen Holzschutzmitteln oder Giften anderer Art versehen.

Die Fassade eines Holzrahmenbauhauses ist frei gestaltbar, so kommen Putz, Holz und Verblendsteine zur Ausführung. Besonders beliebt sind aber auch Mischfassaden aus einer Kombination der Materialien.

Bei dieser Bauweise finden DIN-Normen sowie anerkannte Regeln der Technik in Bezug auf Standsicherheit, Brand-, Schall-, Feuchte- und Wärmeschutz selbstverständlich ihre Anwendung.
Im oberen Bild sehen Sie die Konstruktionszeichnung eines Haus in Holzrahmenbauweise. Gut zu erkennen ist der Rahmen, der dann später beplankt wird, wodurch wiederum das Haus seine Stabilität erlangt. Im Foto sehen Sie das Haus der linken Konstruktionszeichnung. Deutlich zu sehen ist die Außenschalung in Douglasie.
Vorteile des Holzrahmenbaus
  • kurze Montagezeit auf der Baustelle (Vorfertigung in der Zimmerei)
  • die Bauzeit verkürzt sich (Rohbaumontage eines Einfamilienhauses bereits nach zwei Tagen abgeschlossen)
  • Eigenleistungsanteil bis zu 30 % möglich (Dach und Innenausbau)
  • hoher Wärmedämmwert (geringer Heizkostenbedarf)
  • schlanke Wandaufbauten (10% mehr Wohnraum)
  • Nachträgliche Änderungen ohne großen Aufwand (Vor-, An-, und Umabauten sowie Fenster- oder Türöffnungen)
  • das verwendete Holz ist kammergetrocknet (keine chemischen Holzschutzmittel)
  • Fassade ist frei gestaltbar (Putz-, Holz-, Verblend- und Mischfassade)
  • Baumaterialien werden trocken eingebaut (keine Baufeuchte / behagliches Wohnklima vom 1. Tag an)
  • Häuser entsprechen der DIN (Schall-, Brand-, und Wärmeschutz)
  • in jedem Fall auch als Niedrigenergiehaus möglich

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